Weihnachtsverlockungen – so überstehst du süße Versuchungen

Sind die Weihnachtsleckereien im Büro immer eine Verlockung für dich?

Wirst du von KollegInnen öfter zum Naschen verleitet, als dir eigentlich lieb ist? 

Hier sind ein paar Tipps, wie du den Weihnachtsleckereien, die die Kollegen und Kolleginnen mit ins Büro bringen, widerstehen kannst - wenigstens ein wenig.

Obwohl die Weihnachtszeit ja eine Zeit der vielen Genüsse ist, sollten wir  unsere Gesundheits- und Fitnessziele nicht ganz aus den Augen verlieren.

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1.Zuerst, sei dir bewusst, warum du eigentlich den Leckereien widerstehen möchtest

Ist es wegen Gewichts- oder Gesundheitszielen?

Obwohl beides miteinander verbunden ist, gibt es unterschiedliche Lösungsansätze:

Gewichtsziele:

  1. Bleib' deinem regelmäßigem Sportprogramm treu und füge zusätzlich ein paar längere Spaziergänge zu deinen Alltag hinzu; d.h. nutze jede Gelegenheit, wie z.B. eine Station früher aus der U-Bahn zu steigen, zu Mittag 20 Minuten spazieren zu gehen, (was auch optimal ist, um etwas Vitamin D zu tanken), am Wochenende wandern zu gehen
  2. Genieße kleinere Portionen, d.h., iss lieber etwas mehr Gemüse & Suppen und verringere stattdessen deinen Fleischanteil, reduziere fettige Soßen oder Käsespeisen, und aber auch gewisse Kohlenhydrate, da ja das Weihnachtsnaschwerk oftmals aus Mehlen, Zucker und getrock. Obst (und Nüssen) besteht. Und übersehe auch nicht, dass manche Heißgetränke kalorienhaltig sind. Das "Kaffee-Getränk" kann flüssiges Junk-Food sein; ein einfacher Kakao wird schnell in einen 400 kcal  Snack umgewandelt
  3. Genieße bewusst, d.h. möchtest du die Süßspeise wirklich oder aber isst du sie nur, weil das Angebot da ist? Bevor du dir ein Plätzchen oder einen Lebkuchen in den Mund schiebst, frage dich, ob du auch einen gewollt hättest, wenn dieser jetzt nicht gerade griffbereit wäre.
  4. Kontrolliere die Häufigkeit der Weihnachtsschleckereien, die ja doch oftmals zucker- und/oder fetthaltig sind und nur gegessen werden, weil sie uns anlächeln. Wenn du dich pro Tag nicht auf 1 oder 2 Portionen reduzieren kannst, sondern den ganzen Tag über verteilt naschst, dann ziehe in Erwägung, dass du einen Arbeitstag pro Woche wählst, der weniger stressig (aber auch nicht langweilig) ist, an dem du mit KollegInnen gemeinsam in geselliger Runde ein paar Weihnachtsleckereien oder Naschwerke genießt
  5. Wenn du naschst oder falls du ein kleiner Süßschnabel bist, dann genieße lieber zu dieser Jahreszeit die Dinge, die man sonst nicht bekommt, d.h. verzichte lieber auf die Schokolade, das süße Brötchen oder den Kuchen, und bevorzuge die weihnachtlichen Schmankerl. (Das Gleiche gilt natürlich für die deftigeren Sachen.)
  6. Fokussiere dich zu dieser Jahreszeit nicht auf Gewichtsverlust, sondern eher auf Gewichtskontrollle & ~beibehaltung.

Gesundheitsziele:

  1. Greife auf gesündere Varianten zurück (bessere Zutaten, natürlicher, weniger "schwer" verarbeitet,...)
  2. Besser noch, backe selbst. Somit kontrollierst du nicht nur die Zutaten, sondern kreierst auch schöne Erinnerungen. Und eigentlich ist es relativ einfach, eine etwas ungesündere Zutat für eine Gesündere zu ersetzen. Selbst ein halbe-halbe macht einen Unterschied, eher in Nährwerten, als in Geschmack! Tipps wie du was ersetzen kannst, findest du hier.                          ersatzbackzutaten          
  3. Achte auf eine farbenfrohe Ernährung und auf deinen Stressausgleich, denn viele von uns lassen sich doch, leider, vom Konsumrausch und Weihnachsstress anstecken, dabei sollte dies doch gerade eine entspannte Zeit sein.
  4. Das Gleiche gilt natürlich auch für Alkohol. Der Weihnachtsmarkt ist nicht nur des Glühweins wegen da. Der Hauptgrund einer  Weihnachtsfeier ist nicht, den "gratis" Alkohol in Übermaßen zu konsumieren. Ja, die Verlockung oder aber auch der Druck mag da sein, aber wechsle auch mal zwischen Wasser, Tee oder alkoholfreien Alternativen. Und sei Mann oder auch Frau genug, auch mal zu heißem Kakao oder gar dieser Gewürzmilch ja zu sagen.
  5. Vergiss den Schlaf nicht; auch wenn man im Moment viele Parties und lange Abende auf dem Weihnachtsmarkt haben mag, heißt das nicht, dass man seinen Schlaf vernachlässigen sollte!

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2. Aus den Augen, aus dem Sinn

Wenn du dein Büro mit ArbeitskollegInnen teilst, die ihre Süßigkeiten immer in offenen oder durchsichtigen Schalen auf dem Schreibtisch (in deiner Sichtweite) platzieren, frage sie, ob sie diese nicht entweder in undurchsichtige Dosen oder im Schreibtisch lagern können. Somit wirst du nicht in die Gelegenheit gebracht, immer über Süßes nachzudenken. Als Nebeneffekt werden deine ArbeitskollegInnen auch weniger naschen- was ihnen und ihrer Gesundheit vielleicht auch gut tun wird.

Sie "weigern" sich? Dann schenke ihnen doch – für genau diesen Zweck- einfach eine undurchsichtige Dose zu Weihnachten 🙂 Ganz nach dem Motto "aus den Augen aus dem Sinn". Dieser Artikel könnte für dich interessant sein.

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3. Genieße täglich ein kleines Stück von deinem Weihnachtslieblingsgenußmittel

Wenn du wirklich gern die Weihnachtsnaschwerke isst und Portionskontrolle für dich eine Herausforderung darstellt, dann versuche es aktiv zu reduzieren in dem du das Naschwerk intensiv genießt! Wähle eine Tageszeit, an der du den größten Drang danach verspürst und benutze dieses Zeitfenster, um dein besonderes Schmankerl oder den besonderen Leckerbissen zu genießen. Das heißt, nimm‘ dir Zeit zum bewussten Genießen.

Kannst du die verschiedenen Gewürze herausschmecken? Spürst du, wie sich die Konsistenz verändert? Hier zählt: Qualität > Quantität! Also, verwöhne dich mit dem Besten, denn „Genießen macht glücklich“ (Meggle) und beugt spätere Essattacken (Binge-Eating) vor.

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4. Ersetze die Lebkuchen, Weihnachtsplätzchen und Schokolade durch andere Alternativen

Glaubst du, dass es einen Unterschied machen würde, wenn du nur an den Weihnachtsfeiertagen und Adventssonntagen Weihnachtsnaschwerk und ~schmankerl (in Maßen) genießen würdest, und während der restlichen Vorweihnachtszeit eher gesündere Alternativen wählen würdest, wie z.B. Obst oder Nüsse (in Maßen), anstatt den ganzen Dezember und vielleicht sogar schon November oder gar Oktober von Weihnachtsleckereien zu leben?

Komme Januar, glaubst du, dass du dich in deiner Haut wohler fühlen würdest, wenn du deine Lieblingsleckerbissen weniger oft, dafür aber intensiver genossen hättest? Vergiss nicht, 5 Sekunden „pleasure“ oder Genuss im Mund sind für manche von uns schnell ½ kg extra auf den Hüften.

Außerdem, versuche den Unterschied zwischen qualitativ-hochwertigen Produkten und qualitativ-minderwertigen Produkten zu erkennen. Zum Thema Lebkuchen gibt's hier ein Video und einen Artikel. Ja, es gibt wirklich große Unterschiede! Genieße das bessere Produkt, und spar' dir die Kalorien (Fette, Zucker & Co.) der minderwertigen Ware ein!

Ganz nach dem Motto, "weniger ist mehr".

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5. Zähle das Papier

Das nächste Mal, wenn du individuell verpackte Süßigkeiten isst, werfe das Papier nicht jedes Mal in den Papierkorb, denn dann verlierst du schnell Kontrolle, wieviel du doch eigentlich gegessen hast.

Anstatt, lasse es auf dem Tisch liegen. Somit wird dir bewusst, wieviel du isst.

Vielleicht motiviert es dich, weniger zu essen, da dir bewusst wird, wieviel du schon unbewusst gegessen hast. Vielleicht motiviert es dich auch, die extra Energie, die du zu dir genommen hast, für einen Spaziergang oder eine Sporteinheit in der Natur zu verbrauchen. 

Selbst im Winter gibt's Gruppensporteinheiten im Park. Falls du Lust hast, dich doch zu bewegen, dann komm' doch mal vorbei.

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6. Gehe für einen Spaziergang

Benutze deine Arbeitspausen oder Teile deiner Mittagspausen, um etwas frische Luft zu schnappen. Das hilft dir nicht nur im Verhindern von den berühmten Vormittags- oder Nachmittagstiefen, sondern bringt dich auch auf andere Gedanken, vor allem, wenn du bewusst durch die Gegend spazierst. Zusätzlich verbrennst du Kalorien, unterstützt deinen Kreislauf und deine Verdauung und tankst etwas Vitamin D. Außerdem kommst du nicht in die Versuchung, deine etwaige Antriebslosigkeit mit Süßem zu überwinden.

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7. Kontrolliere deinen Hunger

Verlasse dein Haus nicht auf nüchternem Magen, denn dann fällst du schnell mal über die Weihnachtsleckereien im Büro her. Du sagst, dass du keine Zeit oder (in der früh) keinen Hunger hast? Dann versuche wenigstens etwas warmes zu trinken, um dann in Ruhe (sofern möglich) dein (eigenes!) Frühstück auf Arbeit zu essen. Deine erste Mahlzeit sollte nicht dein Mittagsessen sein. Habe immer gesunde Zwischenmahlzeiten parat, falls dir doch einmal der Hunger kommt.

Dein Mittagessen sollte natürlich aus einer balancierten, farbenfrohen und vollwertigen Mahlzeit bestehen, und wenn du weißt, dass du am Abend mit KollegInnen zum Weihnachtsmarkt gehst, teile dir lieber eines der Schmankerl mit jemandem, denn oftmals sind die Speisen doch eher deftig. Alternativ, vorher einen kleinen gesunden Snack essen, denn hungrig auf dem Weihnachtsmarkt oder ein Glas Glühwein auf leerem Magen ist auch nicht gerade optimal für Energie, Laune und Wohlbefinden. Mehr Snack- Ideee für's Büro gibt's hier.

snack, reisewaffel mit nussbutter, glas milch

Als kleinen Tipp, da es auf manchen Weihnachtsmärkten wirklich nur ungesundes Zeug zu Essen gibt, plane im Voraus.....bringe dir einen eigenen Snack; d.h., wenn doch der Hunger aufkommt oder du gern etwas zum Glühwein naschen magst, hast du etwas dabei. Salzstangen, Laugenbrot, Nüsse aber auch Popcorn oder geräucherte kleine Würstchen sind gute Alternativen.

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8. Lenke dich ab

Deine KollegInnen bringen immer Schmankerl ins Büro mit? Sofern sie in der Küche liegen, umgehe die Küche, sofern möglich. Plane gesunde Alternativen, die dir schmecken und auf die du zurückgreifen kannst, falls du doch einmal hungrig wirst (Snack Tipps gibt's hier). Und, unterscheide zwischen Appetit und Hunger!

Versuche nicht übermäßig viel aus Appetit zu essen, vor allem Sachen, die es vielleicht (auf Grund des hohen Fett-oder Zuckergehaltes, der hohen Zusatzstoffe oder der Herstellungsmethode) nicht wert sind. Stattdessen, wenn dich der Heißhunger überrumpelt, gehe für einen kurzen Spaziergang durch’s Bürogebäude. Vertrete dir die Beine, benutze die Stiegen oder suche das Gespräch mit einem/r KollegIn, anstatt einer Email zu schreiben.

Übrigens, falls du Appetit auf Schokolade hast, dann probier doch mal heißen Kakao, vorallem wenn du ihn mit richtig gutem entöltem Kakao machst und vielleicht noch einen Schluck Kokosmilch, anstatt Sahne, verwendest.

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9. Trinke kalorienarme (d.h. zuckerarme) Getränke

Vor allem im Winter schmeckt Tee besonders gut. Die Vorteile von Tee für unsere Gesundheit kennt, glaube ich, jeder. Das Gleiche gilt für selbstgemachten Ingwertee; frischen Ingwer einfach kurz aufkochen, ziehen lassen, mit etwas Honig süßen (falls du es brauchst), und voila! Die winterlichen Gewürztees sind außerdem tolle Alternativen zu Keksen. Und natürlich auch in der kalten Jahreszeit gilt: Wasser trinken nicht vergessen!

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Bleibe standfest und deinen Gesundheitszielen treu.

Je weniger du jetzt zunimmst, umso weniger musst du im Jänner abspecken.

Je regelmäßiger du aktiv bist, desto weniger verlierst du an Muskelmasse und Kraft.

Bleibe aktiv damit dein Stoffwechsel auf Hochtouren läuft.

Außerdem geht es in der Adventszeit ja nicht nur ums Essen.

Genieße all die anderen schönen Sachen, die diese gemütliche Jahreszeit zu bieten hat. 

Verhaltensänderung FiEnergy

Wenn du, vielleicht aus Erfahrung heraus, weißt, dass die Weihnachtsfeiertage, das üppige Essen und die Zeit mit Familie eine Herausforderung für dich darstellen, dann findest du vielleicht diesen Artikel interessant.

Genieß die (Vor)Weihnachtszeit, Adventwochenenden und Feiertage und bleib gesund.

(updated version, orig. published Dec 15, 2016)
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