Neues Wunschverhalten? so einfach wie nie: 4 kleine Schritte zum Ziel

Umso mehr wir ein gewisses Verhalten wiederholen, umso leichter fällt es uns nicht nur dieses Verhalten auszuüben, sondern es auch als Teil unserer Gewohnheit  einzugliedern.

Bei manchen Menschen dauert dieser Prozess 6 Wochen, bei anderen kann es 6 Monate oder sogar länger dauern.

Und wenn wir natürlich nur halbherzig an die Sache rangehen, dann auch Jahre.

Das sollte dich allerdings nicht davon abhalten, dein neues Verhalten aktiv, bewusst und zielstrebig auszuüben, denn die Zeit in der sich das gewünschte Verhalten als Teil deiner Gewohnheit festigt vergeht schneller als du denkst!

 Kinderleicht zum Zielverhalten

Plus, im Nachhinhein kannst du die Vorteile deines neuen Verhaltens genießen!

Deshalb, freue dich auf das Ergebnis, und fokussieren dich nicht zu sehr auf die momentanen  Anstrengungen….obwohl ja eigentlich die Journey es ist, die zählt.

 

4 Schritte zur erfolgreichen Verhaltensänderung

Um dein Verhalten erfolgreich zu verändern, gibt es 4 Schritte, die du beachten solltest:

1) Wähle ein Zielverhalten, welches du gern regelmäßig nachgehen möchtest (wähle etwas, dass dir wichtig ist und nicht etwas, dass dir aufgedrängt wurde)

2) Erleichtere dir die Umsetzung des Verhaltens indem du es in kleine Schritte untergliederst

3) Wähle eine Aufforderdung oder ein Prompt, dass mit dem Zielverhalten einhergeht.

z.B., „Wenn ich das _____________tue, dann werde ich _________________(Zielverhalten).“

4) Finde Wege, die dazu führen, dass du dich gut in deiner Haut fühlst und zufrieden oder auch stolz mit deinen Handlungen bist. D.h., das Zielverhalten sollte ein positives Gefühl hinterlassen (und sich nicht nach Verzicht, Straße, Muss oder ähnliches anfühlen).

 

4 Schritte zur erfolgreichen Verhaltensänderung: praktisches Beispiel

Falls das alles zu theoretisch ist, dann lass uns das folgende Beispiel hernehmen, um es etwas anschaulicher zu machen.

Nehmen wir an, dass es dein Ziel ist, mehr Wasser zu trinken.

Du persönlich wählst dieses Ziel, da du weißt, dass du dich nicht nur besser fühlst, wenn du mehr Wasser trinkst, sondern auch, dass deine Haut praller ausschaut und weniger trocken wirkt.

Außerdem hast du im Blog Drink more, sit less gelesen, dass langes Sitzen das Risiko für Herzkreislauferkrankungen erhöht und dass die Lösung gegen das lange sitzen mehr Trinken sein kann. (Dies wäre der 1. Schritt.)

 

Wie erfüllst du den 2. Schritt zur Verhaltensänderung?

Sprich, wie erleichterst du die Umsetzung?

summer detox water, drink,Du könntest dir:

  • einen großen Wasserkrug zulegen und diesen gefüllt neben dir auf den Schreibtisch stellen
  • genügend Flaschen von deinem Lieblingsmineralwasser auf Vorrat kaufen und immer eine Flasche griffbereit haben
  • eine kleine Wasserflasche für dein Auto oder deine Handtasche zulegen, damit du auch unterwegs trinken kannst

Falls dir Wasser zu langweilig ist, dann probier‘ doch mal diese super erfrischenden selbstgemachten Wasser. Vorallem im Sommer ein muss.

 

Wie erinnerst du dich daran, dass Wasser auch zu trinken?

Der 3. Schritt, das Wasser zu trinken, kann z.B., mit einem Verhalten verbunden sein, das du schon ausübst.

Sagen wir, dass du ständig Emails schreiben musst. Somit könntest du dir zum Ziel setzen, dass du jedes Mal, wenn du eine Email abschickst, einen Schluck Wasser trinkst.

Nehmen wir an, du telefonierst ständig. In dem Fall könntest du dir vornehmen, vor oder nach jedem Telefonat einen Schluck Wasser zu trinken.

 

Wie fühlst du dich gut dabei?

Der 4. Schritt könnte eine persönliche Affirmation sein:

  • „Yvi, du bist heut’aber super hydratisiert“
  • „Yvi, die Dürrezeiten sind vorbei; du sprühst vor Energie“.

Es mag dir vielleicht witzig vorkommen, dass du deinen eigenen Namen benutzen sollst aber Wissenschaftler von der Michigan State University haben herausgefunden, dass unser Gehirn Affirmationen mit unserem Namen stärker wahrnimmt, als wenn du „ich“ oder „mir“ benutzen würdest.

Unser Gehirn verarbeitet namensbezogene Affirmationen so, als ob eine andere Person dieses „Lob“ zu uns gesagt hätte.

Daher gibt unser Gehirn dieser Affirmation (mit Vornamen) viel mehr Power und Anerkennung, was wiederum einen viel stärkeren Effekt hat.

 

Das mit dem Wasser war natürlich nur ein Beispiel, aber es soll zeigen, dass kleine, positive Verhaltensänderungen einen enormen Einfluss auf unsere Gewohnheit und unser Gesundheitsverhalten nehmen können.

Außerdem wissen wir alle, dass kleine Gewohnheiten viel leichter zu etablieren sind, als größere. Und wenn du über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder neue, kleine Zielverhalten in Angriff nimmst und langfristig in deinen Lebensstil einbaust, wirst du überrascht sein, welches große Ausmaß an Veränderungen du doch eigentlich erreicht hast.

Also, was wirst du verändern?

 

Andere Artikel die dich motivieren und bestärken könnten:

Vorteile vom Sport am Morgen und wie du dich dazu motivierst

Heißhunger auf Süßes? Ein Ding der Vergangenheit – mit diesem einfachen Trick

Supersize Me? Nee, denkste. Klein aber fein geht’s auch und ist viel besser für Gesundheit und Gewicht.

Diäten und erfolgreicher Gewichtsverlust leicht gemacht

Please follow and like us:
error0
Posted in Verhaltensänderung and tagged , , .

3 Comments

  1. Pingback: Gewichtsverlust - welche Faktoren sind entscheidend? Hint, es sind nicht nur Sport oder Diät • Dr. Yvi Schroeder, CPT

  2. Pingback: Beugt unser Fitnesslevel mit 50 spätere Depressionen und Herzerkrankungen im Alter von 65 vor? • Dr. Yvi Schroeder, CPT

  3. Pingback: 7 Vorteil vom Sport am Morgen und Tipps wie's klappt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.