Die 9 gesündesten, nährstoffreichesten, regionalen und saisonalen Lebensmittel, die ihr im Mai & Juni unbedingt essen solltet

Es gibt viele Gründe, warum wir zu einheimischen, also regionalen Produkten greifen sollten, vor allem wenn sie Saison haben.

Regionales & Saisonales

Obst und Gemüse ist und schmeckt am besten

Allerdings, was ist denn eigentlich in Saison? Wenn du durch die Obst- und Gemüseabteilung im Supermarkt gehst, schaust du, welche Produkte eigentlich aus dem eigenem Land kommen oder greifst du zu den Produkten, die du brauchst?

Welche Obst- und Gemüsesorten kommen denn eigentlich aus eigenem Land?

Und wenn sie aus dem eigenem Land kommen, sind sie unter „unnatürlichen“ Bedingungen gewachsen, wie etwa im Treib- oder Gewächshaus weil sie nicht gerade Saison haben?

Vorteile von saisonalem, regionalem Obst und Gemüse:

Regionale und saisonale Produkte werden z.B. nicht unreif gepflückt, damit sie auf dem langem Transportweg weiterreifen können und sogar noch Nährstoffe verlieren

–> regionale Produkte haben einen kürzeren Transportweg, sind weniger belastet und belasten unsere Umwelt weniger und sind, da sich reif gepflückt werden oftmals reicher an Nährstoffen

Zumal handelt es sich auch nicht um Frühreifes Obst, wie z.B. Früh-Erdberren, die extra zeitig auf dem Markt kommen, um unseren Erwartungen zu entsprechen, denn komme Frühling und z.B. mit ihm der erste Spargel können es nur die wenigsten von uns erwarten auch Erdbeeren zu kaufen

–> allerdings werden die Früh-Erdbeeren, wie z.B. die aus Spanien nicht nur unter einer Pilzliebenden Plastehaube gezüchtet, sondern auch stark mit Pflanzenschutzmitteln behandelt, um eben diese Pilze zu töten. Daher sind Früh-Erdbeeren stark mit Pflanzenschutzmittelrückständen belastet, dass sogar die Lebensmittelüberwachungsämter davor warnen.

Erdbeeren und Spinat stehen daher nicht um sonst ganz oben auf der „Vorsicht geboten: gesundheitsschädlich durch erhöhte Pflanzenschutzmittelrückstände“ Liste

 

Viele von uns, vorallem wir Großstadtmenschen, wissen schon gar nicht mehr, was eigentlich bei uns wächst, da ja die meisten Produkte fast schon das ganze Jahr über erhältlich sind.

D.h., wir können oftmals auch nicht unterscheiden, was denn eigentlich unter freiem Himmel und im Treib- oder Gewächshaus wächst. Denn es steht ja nirgends. Und nur weil Gemüse lose ist, also nicht in Plastik verpackt, bedeutet das auch nicht, dass es vom Bauern aus’m Nachbardorf kommt.

Zumal die wenigsten von uns wirklich eine Ahnung haben, was eigentlich im eigenem Lande (oder in dem, wo man sich gerade aufhält, für alle Expats) angebaut wird.

 

Regional, saisonal, umweltbewusst und gesund

Es geht in diesem Artikel um die gesündesten Obst- und Gemüsesorten, die gerade im Mai und Juni Saison haben und regelmäßig auf unserem Teller landen sollten.

Denn diese können unter natürlichen Bedingungen, hoffentlich unter freiem Himmel mit viel Licht, wachsen und enthalten daher auch weniger Nitrat als Obst und Gemüse, das im Treib- oder Gewächshaus angebaut wird.

Zumal ist Obst und Gemüse der Saison oftmals nicht nur günstiger, sondern auch schmackhafter.

(Allerdings bei den Lebensmittelpreisen in Österreich, vor allem Wien, erkennt man kaum einen Unterschied.)

In keiner bestimmten Reihenfolge, findest du die 9 gesündesten Obst- und Gemüsessorten, die jetzt im Mai und Juni Saison haben.

 

1. Knoblauch

Knoblauch ist wahrhaftig eines der „Superfoods“. Er ist nicht nur Durchblutungsfördernd, sondern hat auch anti-bakterielle und Potenzssteigernde Eigenschaften.

knofi, knoblauch

Was macht ihn so besonders? Allicin. Obwohl Allicin eigentlich der Hauptbestandteil von Knoblauch ist, ist dieser nur sehr kurzlebig!

 

Allicin – ein antibiotisches, antivirales und fungizides Geschenk von Mutter Natur.

Wie gesund ist Knoblauch?

Diese kleine, stinkende Wunderknolle senkt den Blutdruck und Cholesterinspiegel und verhindert oder reduziert somit die Arterienverkaltung. Außerdem wird ihr nachgesagt (lt. Studien), dass Knoblauch die Erkältungszeit sowie Herz-Kreislauferkrankungen reduziert.

Zudem enthält Knoblauch sekundäre Pflanzenstoffe, wie Sulfide und schwefelfreie Stoffe, Vitamine und Mineralien, wie Vitamin C, B1 und B6 und Kalium sowie das Spurenelement Selenium.

Zumal man mit regelmäßiger Einnahme von Knoblauch steinalt werden kann. Genauer gesagt verursacht Allicin einen Anstieg zweier antioxidativen Enzyme, Katalase und Glutathionperoxidase. Dies führt dazu, dass freie Radikale abgefangen und Schäden an den Zellmembranen vermieden werden. Was zu einem verlangsamten Alterungsprozess führt –> daher, steinalt (oder fast).

Allerdings wird oftmals argumentiert, da der Hauptwirkstoff in frischem Knoblauch eher instabil ist, dass er weniger effektiv ist und durch Kochen, Erhitzen oder andersweitiger Verarbeitung zerstört wird. Außerdem scheiden sich die Geister, ob unsere Magensäure nicht etwa die gesundheitsfördernden Eigenschaften von Knoblauch vernichtet.

Nichtsdestotrotz, roher Knoblauch ist schon seit Jahrzehnten ein Geheimnis vieler Kulturen und sollte auf deinem täglichen Speiseplan stehen.

Sogar die WHO empfiehlt, dass wir täglich etwa eine Knoblauchzehe zu uns nehmen.

 

2. Kohl

und hierzu zählen nicht nur Grünkohl oder der berühmte Wirsing, sondern auch Kohlrabi, Radieschen, Weißkohl und Blumenkohl.

Obwohl ich ganz ehrlich zugeben muss, dass diese Kohlsorten für mich eher Herbst- und Wintergemüsesorten sind, auf die ich eigentlich bei wärmeren Temperaturen kaum Appetit habe.

Allerdings nicht, wenn man sie kalt ist, wie in Salat z.B.. Denn dann verzaubern sie nicht nur eine leichte Mahlzeit im Frühling und Sommer, sondern halten auch satt.

Mit Radieschen kann man einen leicht süß-scharfen Salat herstellen. Oder aber man kann sie Zwischendurch naschen.

Mit Weißkohl kann man einen leckeren, vielleicht sogar asiatisch angehauchten Weißkohl-Salat herstellen. Alles kalorienarm aber sättigend, gesund und ein Genuß.

 

Aber wie gesund ist eigentlich Kohl?

Viele Ernährungsexperten schwören ja auf die gesundheitlichen Nutzen von Kohl, vor allem Grünkohl.

Grünkohl ist reich an Antioxidanten und hilft in der Vorbeugung und Reduzierung von Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs.

Kohl reduziert außerdem Cholesterin, was sich wieder positiv auf unser Herz ausübt und fördert eine gesunde Verdauung und die Gesundheit unserer Leber, aber auch unseres Gehirns!

Übrigens, hier gibt’s ein leckeres Rosenkohl-Rezept, das du nicht verpassen solltest.

Roher Kohl, wie z.B. gepresst in Smoothies oder verarbeitet zu Salaten hat den höhsten gesundheitlichen Nutzen.

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Wie gesund sind Radieschen?

Radieschen, vor allem wenn sie unter freiem Himmel wachsen können, enhalten viel Allylsenföl. Dieses Senföl (ein natürliches Antibiotika), was auch in Wasabi oder Meerrettich enthalten ist,  sorgt für einen leicht-scharfen Geschmack.

Was macht Radieschen gesund? Dem Senföl wird nachgesagt, lt. Studien, dass er eine entzündungshemmende Wirkung hat, schädliche Bakterien und Viren tötet und schmerzreduzierende sowie antidiabetische Eigenschaften aufweist. Außerdem regen sie die Verdauung.

Radieschen sind natürlich kalorienarm, kommen dafür aber mit jeder Menge an Nährstoffen, wie Folsäure, Vitamin C, Schwefel und Kalium, um nur einige zu nennen.

Aber, es gibt nichts enttäuschenderes, als Gemüse wie z.B. Radieschen oder Kohlrabi, dass fad nach Wasser schmeckt.

(Und im Moment, in Wien, obwohl Kohlrabi in Saison ist, schmeckt er äußerst fad und ist zudem nicht im Preisangebot.)

 

3.  Spargel

Obwohl viele von uns den weißen, milderen Spargel bevorzugen und ihn eher als die elegantere Sorte sehen, ist der grüne Spargel natürlich, auf Grund von Chlorophyll, viel gesünder.

dspargel, grün, weißWie gesund ist Spargel?

Wie auch die anderen gesunden Mai und Juni Sorten, enthält Spargel, ebenfalls ein kalorienarmes Gemüse, natürlich auch viele gesunde Stoffe, wie Kalzium, Kalium, Phosphor und Vitamine K und E und sekündäre Pflanzenstoffe.

Und es ist sein hoher Kaliumgehalt, der entwässernd und somit harntreibend wirkt, was sich widerrum positiv auf die Verhinderung oder Reduzierung von Harnsteinen auswirkt.

Bitte nicht vergessen, Kalium und Natrium stehen im Wechselspiel, eine erhöhte Natriumaufnahme führt zu Kaliumausscheidung. Und Kalium ist wichtig für Muskulatur (inklusive Herzmuskulatur).

Spargel ist (lt. Studien) zudem antioxidativ, immunstimulierend und antibakteriell. Außerdem wird ihm nachgesagt, dass er die Fruchtbarkeit steigern und Leberschäden verhindern oder beseitigen kann.

Wobei allerdings nur der grüne Spargel Bluthochdruck reduzieren soll.

Er hat auch entzündungshemmende Eigenschaften, was auf seinen Ballaststoff Inulin zurückzuführen ist. Inulin ist ein Präbiotikum, das positiv auf unsere Darmflora und somit Darmbakterien wirkt.

Nicht zuletzt enthält Spargel auch Glutathion, eines der stärksten Antioxidanten, welches das Ausscheiden von Schadstoffen unterstützt und das Risiko für Krebs reduziert.

Und wie mit den meisten Gemüsesorten, bitte nicht überkochen, sonst gehen wertvolle Nährwerte verloren. Leicht gedünstet oder sautiert ist er am besten.

Gewichtverlust mit Spargel?

Wasser ja, Fett -naja.

Dass er harntreibend und entwässernd ist, wissen wir jetzt schon.

Dass er allerdings beim Fettverlust helfen soll, naja, das ist ja so eine Sache. Obwohl man immer wieder hört, dass Spargel beim Abnehmen hilft, lässt Spargel allein nicht die Kilos purzeln! Denn es kommt auf den Lebensstil, unser Essverhalten und unsere Einstellung zu unserem Körper an.

Und Achtung- ein zuviel kann…

Gicht auslösen. Spargel enthält Purin. Und zu viel Purin kann zu Gicht führen. Wenn also jemand eh schon Lebensmittel mit hohem Puringehalt, wie z.B. Enten- oder  Kalbsleber, Muscheln, Anchovis, Lachs, Schinken oder Hühnerfleisch zu sich nimmt und dann noch größere Portionen an Spargel isst (oder Spargel jetzt zu dieser Jahreszeit auch mehrmals die Woche genießt) braucht man sich nicht zu wundern, wenn man Schmerzen in Zehen, Fingern oder Kniegelenken bekommt.

Nicht vergessen, regional und saisonal: schau darauf, dass es aus dem eigenem Land kommt

Und da sich viele von uns vielleicht Spargel ohne Erdbeeren kaum vorstellen können haben beide zum Glück Saison zur fast (!) gleichen Zeit.

 

4. Erdbeeren

(oder alle einheimischen Beeren, wie Johannis-, Stachel- oder Himbeere, die im Juni Saison haben)

erdbeerenOb pur oder in Schokolade verkleidet, wer liebt sie nicht? Erdbeeren sind, fast schon wie Rosen, ein Zeichen von Liebe und Romantik (dass Erdbeeren den Geschmack von Senkt verbessern, wisst ihr bestimmt auch). Und es gibt kaum einen, der die kleinen süßen Früchtchen nicht mag. Dass sie gesund sind, ist dabei schon fast egal.

Wie gesund sind Erdbeeren?

Reich an Vitamin C, Folsäure und Eisen.

  • Vitamin C ist natürlich für unsere Abwehrkräfte und unser Immunsystem
  • Folsäure ist vorallem wichtig im Wachtum und für die Entwicklung
  • Eisen ist wichtig gegen Blutarmut und für den Sauerstofftransport im Blut (und somit gegen Müdigkeit)

…aber auch Vitamin A, E, K, Jod, Magnesium und Phosphor.

Erdbeeren enthalten außerdem Kalzium und Kalium

  • Kalzium ist gut für unsere Knochen
  • Kalium ist gut für unsere Nieren und unseren Kreislauf

Natürlich enthalten Erdbeeren, genau wie die zuvor erwähnten Gemüsesorten sekundäre Pflanzenstoffe, die das Risiko von Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen minimieren und Entzündungen reduzieren. Dank ihrer antioxidativen Eigenschaft fangen sie radikal im Körper ab. Sie sind also, wie uns Studien belegen, ein gesundes, leckeres Früchtchen.

Und wie alle anderen bisher erwähnten Sorten sind Erdbeeren kalorienarm.

 

Achtung, Erdbeeren Mitte Mai kommen selten aus Österreich.

Lieber warten….denn im Moment gibt’s leider überwiegend nur Erdbeeren aus Spanien.

 

Und bitte Vorsicht, Bio-Erdbeeren sind besser als herkömmliche, da herkömmliche Erdbeeren doch oftmals Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und Pestiziden enthalten, vorallem die aus Spanien (lt. Konsument enthalten angeblich Erdbeeren aus Ägypten oder Morocco kaum Pestizidrückstände, aber das beruht auf einer Studie von 2010)! Aber hier geht’s ja eh um einheimische Produkte. Also Finger weg von denen aus dem Ausland, vor allem in der Saison (und eigentlich sollte man sie in der Nebensaison eh nicht essen; lieber in der Saison satt essen).

Dunkel rote Erdbeeren sind am gesündesten (und leckersten, sofern sie natürlich und nicht farb-manipuliert sind).

 

5. Rhabarber

(im Vergleich zu Deutschland, leider in Österreich doch etwas zu teuer.)

rhabarberObwohl Rhabarber sehr kalorienarm ist, essen die meisten von uns ihn mit einer heftigen Portion Zucker, denn nur so schmeckt er, als süße Beilage oder Kompott oder aber zu Kuchen verarbeitet. Hmm, Rhababerkuchen, vielleicht sogar mit Erdbeeren – lecker!

Wie gesund ist Rhabarber?

Rharbarber, ähnlich zu Erdbeeren und Spargel ist hoch in Kalium und daher harntreibend aber auch Kreislaufstärkend. Zudem enthält er viel Vitamin C, was unsere Abwährkräfte stärkt.

Darüber hinaus enthält er 2 Säuren, die Apfel-, und die Oxalsäure, die beide durstlöschend wirken.

 Rhabarber wirkt appetitanregend, galltreibend und magenstärkend.

(vielleicht nicht gerade passend wenn man auf Diät ist, dann widerrum perfekt, wenn man bei warmen Temperaturen eh keinen Hunger verspürt)

Zudem lassen Studien vermuten, dass Rhabarber Krebszellen töten kann, indem das Parietin, was in Rhabarber enthalten ist, den Krebszellen den Sauerstoff nimmt und sie somit erstickt. Und Rhabarber ist verdauungsfördernd.

Auf Grund der Oxalsäure darf man Rhabarber nicht roh essen. Auch Menschen mit Nieren oder Magenproblemen sollten Rhabarber nur in kleinen Mengen genießen.

 

6. rote Rüben, rote Beete

Ich liebe sie, jedoch im Winter mehr als im Frühling oder Sommer, obwohl sie eigentlich kein wärmendes Gemüse ist. Denn dieser rote Beete Salat ist auch bei wärmeren Temperaturen ein Genuss.

rote beeteUnd rote Beete Saft, vor allem aus dem Kühlschrank ist erfrischend zu jeder Jahreszeit.

Wie gesund ist rote Beete?

Sehr!

Sie enthält:

  • Vitamine B1, B2, B6, C und Folsäure
  • Kalium, Kalzium, Eisen, Kupfer, Magnesium, Mangan, Phosphor, Selen und Zink und
  • sekundäre Pflanzenstoffe, vor allem Anthozyane (Betain) und Flavonoide

Aber das ist nicht alles.

Roter Beete wird nachgesagt, dass sie die Leberfunktion anregt, auf Grund der Mineralien die Blutbildung fördert und sogar gegen Müdigkeit ankämpfen soll. Außerdem soll sie eine positive Wirkung auf unsere Laune haben und rote Beete Saft soll Bluthochdruck reduzieren.

Studien besagen,

Rote Beete ist enzündungshemmend, hat antioxidante Eigenschaften und schützt unsere Blutgefäße.

Ähnlich zu Rhabarber enthält rote Beete aber auch Oxalsäure und sollte daher von Menschen mit Nieren- oder Magenproblemen nur in Maßen genossen werden.

 

7. grüne Blätter und Salate, vor allem Rucola, Spinat und Löwenzahn

Löwenzahn steht für die meisten von uns relativ selten auf dem Speiseplan, vielleicht weil er nicht zum „normalem“ Gemüse im Supermarkt zählt.

Wie gesund ist Löwenzahn?

Dennoch, wenn ihr die Möglichkeit habt, frischen Löwenzahn käuflich zu erwerben, tut es, denn er aktiviert die Magensaftsekretion und fördert somit unsere Verdauung. Außerdem unterstützt er den Fettstoffwechsel, was sich wieder positiv auf den Cholesterinspiegel ausübt.

Und wie das alte Sprichwort sagt, alles was bitter schmeckt tut gut, sind es auch die Bitterstoffe in Löwenzahn, die ihn so gesund machen.

Lt. Studien, verbessert Löwenzahn unsere Herzgesundheit, soll Löwenzahn antidiabetisch wirken und entzündungshemmende Eigenschaften haben.

Übrigens, Löwenzahn enthält viel Betacarotin, Magnesium und Vitamin C und natürlich sekundäre Pflanzenstoffe und Bitterstoffe.

Obwohl manche Gemüsesorten, z.B. rote Beete, Spinat oder Mangold Nitrat besonders stark speichern, ist der Nitratgehalt im Gemüse in der Saison am geringsten.*

*Nitrat, vorallem in Gemüse aus dem Gewächshaus, da die Sonne fehlt um Nitrat abzubauen, wird durch Kochen und Zubereitung in Nitrit umgewandelt und kann u.U. gesundheitsschädlich sein. Ein weiterer Grund, Gemüse der Saison zu kaufen, denn es wächst nicht um Treib- oder Gewächshaus.

 

Wie gesund sind grüne Blätter, wie Spinat oder Rucola?

Diese kalorienarmen aber nährstoffreichen grünen Blätter sind natürlich gesund, egal ob roh im Smoothie, als Salat oder leicht angedünstet.

Fakt ist, sie enthalten viel Vitamin A, C und K, Folsäure und Mineralien und Spurenelemente, wie Kalium, Magnesium, Kalzium, Eisen und natürlich auch Ballaststoffe.

Grüne „Blätter“ unterstützen unser Herz-Kreislaufsystem und reduzieren das Risiko von Herzerkrankungen sowie Krebs und gehören zu den gesündesten „Powerhouse“ Gemüsesorten, die man essen kann.

Rezeptideen mit Spinat oder Rucola oder aber wie unser Körper Eisen von pflanzlichen Lebensmitteln aufnimmt erfährst du im Artikel: Eisenbedarf.

 

8. Zwiebeln, Poree, Frühlingszwiebeln

Zwiebeln werden schon seit mehr als 5000 Jahren angebaut und gehören zu den Heil-, Gewürz- und Gemüsepflanzen.

Wie gesund sind Zwiebeln?

Schon Paracelsus wusste die Wirkung von Zwiebeln und Co. zu schätzen. Wie schon damals als auch heute wissen wir, dass Zwiebeln appetitanregend und verdauungsfördernd sind, da sie die Magensaftproduktion anregen.

Zwiebeln, je nach Sorte, sind reich an:

  • Vitamin: B6 und C
  • Mineralien: Kalzium, Phosphor und Kalium
  • sowie jeder Menge an gesunden Stoffen……Allicin, ätherische Öle, Calciumoxalate (Calciumsalze der Oxalsäure), Cholin, Essigsäure, Flavonoide (Quercetin, Rutin), Jod, Linolsäure, Lithium, Lutein, Oleanolsäure, Phenolcarbonsäuren (Kaffeesäure), Schwefel, um nur einige zu nennen

Wie Knoblauch oder Radieschen sind Zwiebeln ein schwefelhaltiges Gemüse und enthalten Sulfide. Und es sind genau die Schwefelverbindungen denen (lt. Studien) eine krebshemmende Wirkung nachgesagt wird. Zudem wirkt die Schwefelverbindung antibakteriell.

Außerdem wird Zwiebeln nachgesagt, dass sie Blutdruck sowie das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen reduzieren und Asthma Symptome lindern können.

Und während es eine Reihe an unterschiedlichen Zwiebeln gibt und viele von uns vielleicht auch persönliche Lieblingssorten haben, lohnt es sich, die Zwiebelsorte regelmäßig zu wechseln. Denn vor allem die rote Zwiebel übertrumpft die anderen wegen ihrer vielen Antioxidanten, was sie zum optimalen Krebzellenfänger macht.

 

Aber die Zwiebel kann noch mehr:

Kleiner Geheimtipp gerade jetzt wo die Gelsen, Mücken und sonstige Insekten wieder aktiv sind: einfach eine rohe Zwiebel über den Insektenstich reiben. Der Saft der Zwiebel (Sorte egal) wird nicht nur den Schmerz, sondern auch die Schwellung lindern.

 

„9“. Kirschen, eigentlich deutet ihre Ankunft schon auf den Beginn des Sommers hin

Die alte Bauernregel „Kirschen rot, Spargel tot“ läutet am 24. Juni das Ende der Spargelzeit ein.

und daher müsst ihr für die Info an Kirschen bis zum nächsten Mal warten, denn dann gibt’s alle regionalen Sommersorten für Juli und August.

 

Hier noch einmal zusammengefasst, warum es sich wirklich lohnt, Gemüse und Obst aus der Region zu kaufen.

6 Gründe für regionales & saisonales Obst und Gemüse

  1. Umweltschonend, auf Grund kurzer Transportwege & vielleicht besseren Anbaubedingungen
  2. Gepflückt voll gereift und nicht un- oder halbreif, daher enthalten die Obst- und Gemüsesorten auch mehr Nährstoffe, und auf Grund des kurzen Transportweges gehen auch keine Nährstoffe verloren
  3. (Hoffentlich) Gut schmeckend, da sie ausreifen konnten und nicht auf dem Transportweg nachreifen mussten
  4. Bessere Kontrolle und vielleicht auch mehr Vertrauen, da sie doch aus dem gleichen Land kommen und strengen, einheimischen Regeln unterliegen
  5. Man stärkt seine Region und unterstützt Bauern und deren Betriebe
  6. Saisonobst und -gemüse ist (oft) günstig im Preis

 

Also, wenn ihr nachhaltig und vor allem GESUND leben möchtet und ab und an doch regionale Produkte unterstützen wollt, gebt den o.g. Obst- und Gemüsesorten eine Chance. Denn sie schmecken (hoffentlich) gerade jetzt am besten!

FAZIT:

Und ja ich weiß, es ist schwierig nur saisonal zu essen, vor allem wenn all die leckeren Sachen, wie Mangos, Ananas, Avocado, Bananen und Co. ja nicht im eigenem Land wachsen. Aber es geht hier um Balance und nicht absolutem Verzicht. Und es geht darum, die Dinge, die in Saison sind, zu genießen und regionale Produkte den ausländischen gegenüber zu bevorzugen.

Wenn du die Wahl hast zwischen einem Kohl aus deinem Land und einem aus dem Ausland, wähle den Kohl aus deinem Land. Und versuche ab und an deine Einkäufe auf dem Bauernmarkt, anstatt dem Supermarkt oder Diskounter zu erledigen.

Kleiner Tipp zum Abschluss:

Was ich gern mache, damit ich ein besseres Gewissen habe: wenn’s nur Kohl aus z.B. Ungarn gibt, kaufe ich eine Packung gefrorenen Kohl aus Österreich. Er ist nicht nur gesünder und nährstoffreicher, aber ich unterstütze auch die einheimische Wirtschaft.

 

Gefrorenes Gemüse aus Österreich (oder deinem Land) hat seine Vorteile!

 

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2 Comments

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